Jetzt zu Fasching Faschisten zu verschenken

Ehrlich gesagt, wusste ich gar nicht so genau, was mich in diesem Post erwarten würde. Ja, da geht es uns ganz gleich. Was kommt jetzt? Was folgt auf diese skurrile Überschrift?


Wie immer kann mich das Internet aus dieser Misere des vorschnellen Bloggens retten. (Ab sofort Spontanbloggen® genannt)
Fasching und Faschismus: doch nicht so unterschiedlich?! Wowhowhow – gaaanz vorsichtig. Wir betreten jetzt dünnes Glatteis. (Für aufmerksame Leser: „dünnes Glatteis“ ist natürlich geistig und sprachlich ebenfall sehr dünn, aber wir reden hier ja auch gleich über Faschismus…. uuund Fasching.

Mein erstes Suchergebnis sagt: Auch wenn Fasching und Faschismus nicht auseinander hervorgegangen sind, sind sie spätestens 1939 in eins zusammengefallen.

100 Punkte für Wiiiiki-PEEEEDIA!

Denn: Die nationalsozialistische Gemeinschaft KdF veranstaltete im Februar in sämtlichen Wiener Kreisen Faschingsumzüge und Faschingsveranstaltungen, um den Wienern und Wienerinnen wieder ein befreites Lachen zu bescheren. Bei diesen Veranstaltungen wurde gegen Juden gehetzt und Politiker aus dem Ständestaat verhöhnt.

Wenn man mal so ins Fernsehprogramm zappt, sieht man auch gerne mal einen Politiker rumhöhnen. Gegen Politiker… ich weiß ja nicht, wie die Faschingsreden bei der NPD aussehen.

Überhaupt ist es ein sehr mieses Konzept, sich einfach Traditionen zu schnappen und dann schändlichst zu missbrauchen. Aber so machen es Faschisten ja gerne mal. Geschenkt. Das muss man nicht beweisen.

Da bin ich ja auf ein ganz heißes Thema gestoßen. Meine Fresse. Was kommt denn hier noch so?

Aha, jede Menge. Doch nur selber lesen macht schlau.

Bis zum nächsten Mal beim Spontanbloggen auf creativesideburns. Nur echt, wenn man wirklich nicht weiß, was einen erwartet! Und das hat man gemerkt, oder? Hab ich unter dem Suchwort Fasching und Faschisten gefunden!

Januar 23, 2008. Schlagwörter: , , , , , . Allet, Spontanbloggen.

8 Kommentare

  1. creativesideburner1 replied:

    Spontan Commenting:
    Gerade sehe ich, dass der WDR “Heil Hitler und Alaaf! Karneval in der NS-Zeit” ausgestrahlt hat. Na wenn das mal kein Zufall ist.
    Und was hat das Ganze mit DJ Tomekk zu tun? Viel.

  2. creativesideburner2 replied:

    Schönes Thema! Musste jetzt spontan an das hier denken:

    Ei ditt vot ei hätt to duh!!

    … okay, welchen Sinn hat das Tittenbild unter dem Eintrag?
    Das ist ja abschreckender als das Gesicht vom du-weißt-schon-Arbeiter!

  3. creativesideburner2 replied:

    Oh, noch was zum Thema
    1936 hieß es beim Karneval noch „Heidewitzka, Herr Kapitän“ http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Berbuer

    1952 dann „Heile, Heile Gänsje…“ http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Neger

    Was man daraus schließen soll? Weiß ich doch nicht, ich hasse Fasching!

    Narhallamarsch!! Und gute nacht.

  4. creativesideburner1 replied:

    Hab letztens wieder reingezappt – FASCHING! Es war grausam. Ein untalentierter Bauchredner, der beim Bierbauchreden die Lippen bewegt. Lauter roboterartige Brasilianerinnen, die in einer Bewegungschleife feststecken. Jede Menge Luftballons, Konfetti und Glitzer. Schunkelnde Menschen, für dies vielleicht der letzte Fasching war. Was bleibt? Nichts – nur die Erinnerung an noch viel schlimmere Faschingsfeiern. Also ihr Jecken, genießt es und wählt dafür anständig bei der nächsten Bundestagswahl.

  5. creativesideburner1 replied:

    Ach ja, sehr zu empfehlen: http://www.neger.de

  6. creativesideburner1 replied:

    Was wir hier satirisch übermitteln wollen, besprechen die „Kollegen“ (wie es immer so schön heißt) hier: http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/

    „Wie müssen reden. Über Nazis.“

    Kann es noch einladender sein? Vor braunem Hintergrund gibt es Themen über und gegen Braune Scheiße.
    Da es auch in unserem Sinne ist, etwas für die Demokratie und gegen die Fremdenfeindlichkeit und Gewalt zu tun, verlinken wir zum Störungsmelder. (Egal wie deren Internetauftritt nun aussieht). Jeder kann mitmachen. Außer Nazis vielleicht.

  7. creativesideburner1 replied:

    Ach ja, es lohnt sich doch immer wieder, sich mit diesem komplizierten Thema auseinander zusetzen. Wie es dabei ablaufen kann, zeigt diese Diskussion beim Störungsmelder:http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/ole-tillmann

    Es ist tatsächlich ein Problem, dass Gegner von Rechtsgewalt das Problem gerne mit Gewalt lösen wollen.
    Das ist genauso witzlos, wie der Versuch der Politik alles Mögliche durch Verbote zu erzielen, gleichzeitig aber in den wichtigen Bereichen immens zu sparen. Das kann man einfach nicht verstehen. Oder doch?

  8. creativesideburner1 replied:

    Dieser Artikel ist gerade Topbeitrag! Hmm… vielleicht schreibt ja wer was dazu, der diese Zeilen hier liesst!

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