Neue Serie: Modernes Marketing (alles andere als trocken!)

Die neue Serie wird euch umhauen: Sie ist spannend und informativ zugleich. Wenn’s jetzt noch Schokolade gäbe, wär es perfekt. Ach ja: Auch diesmal wieder mitmachen und Beispiele per Kommentar verlinken. (Das gilt dann wohl vorallem für Creative Sideburner 2)

ACHTUNG DIESER BEITRAG UND DIE LINKS KÖNNTEN SPOILER ZUM FILM CLOVERFIELD ENTHALTEN (besonders ganz unten). Ich hab so gut es ging drauf geachtet, aber man weiß ja nie. Also, hier geht’s los.

Modernes Marketing aber ohne Gähnfaktor. Fangen wir mit etwas besonders coolem an:

Virales Marketing. Ein komischer Name. Krieg ich da ne ansteckende Krankheit? Nee – das ist doch ein alter Hut dieses Ding. Eigentlich ist das sowas wie Mund-zu-Mund-Propaganda (MzMP). Wiki, mach das mal. Also, sag ich doch. MzMP.

Dann gibt es noch: Guerilla Marketing, Ambient Marketing, Ambush Marketing (Schmarotzermarketing), Trojanisches Marketing. Einige dieser Werbeformen klingen ja gräuslich: Schmarotzermarketing. Immerhin sind sie ehrlich, wenn der Namen schon die Taktik verrät. Doch damit beschäftigen wir uns im Laufe der nächsten Posts.

Heute geht es um Alternate Reality Games. Wiki, mach das mal kurz. Aha. Wiki verrät ja mal wieder viel zu viel. Es ist auch unmöglich schneller als Wiki zu sein. Für die Klickfaulen hier mal ein Auszug:

Als Alternate Reality Game (Kurzform: ARG) bezeichnet man ein auf verschiedene Medien zurückgreifendes Spiel, bei dem die Grenze zwischen fiktiven Ereignissen und realen Erlebnissen bewusst verwischt wird. Häufig wird es zur Bewerbung eines neues Produktes oder einer neuen Dienstleistung verwendet, ohne dieses direkt anzupreisen.

In Aktion konnte man das gerade erst erleben: Cloverfield. Morgen im Kino. Bekannt durch ARG (siehe oben) und Viralem Marketing. Oder was ist das hier gerade, he?

Zu einem Medienrummel verhalf dem Film jedoch nicht nur die Geheimhaltung seitens Paramount und J. J. Abrams, sondern auch die virale Marketingkampagne. J. J. Abrams nutzte dieses Mittel bereits, um die Zeit zwischen zwei Staffeln der Fernsehserie Lost zu überbrücken. Damals und auch jetzt hielt Abrams die Zuschauer mit einem „Alternate Reality Game“ (ARG) im Internet in Schach, dieses Mal mit dem ARG „The Lost Experience“. Erfahrungen haben gezeigt, wie schnell die Online-Gemeinschaften darauf mit eigenen Theorien und Nachforschungen reagieren und damit viel Werbung für den Film machen, ohne es zu beabsichtigen. Auch Abrams Produktionsfirma nutzte diese Mittel und eröffnete verschiedene Websites, die von den Fans nach und nach entdeckt wurden. Bei MySpace wurden die Profile der Hauptcharaktere des Films eröffnet, so dass die Fans immer im direkten Kontakt und Meinungsaustausch mit diesen fiktiven Personen standen, es wurde unter anderem eine interaktive Comicgeschichte zusammen mit den Fans geschrieben (auf der Profilseite von Hudson Platt). Außerdem wurden mehrere internationale fiktive Nachrichtensendungen über die Geschehnisse des ARG produziert und über YouTube und andere Videoportale verbreitet.

Sehr gute Informationen finden sich auch hier und hier. Das ganze Netz ist voll davon. Alle warten doch nur auf ein wenig virales Marketing. Bis es nervig wird. Aber gut gemachte Aktionen kommen ganz gut an. Mir hat es zumindest Freude gemacht. Ob der Film nun hält, was er verspricht, wird hier bestimmt in Kürze stehen. (CS2 imaginär an die Schulter hau).

Bis zum nächsten Mal! Seh euch bei den Comments!

SPOILER:

Januar 30, 2008. Schlagwörter: , , , , , , , , , , . Allet, Internetdingens, Modernes Marketing.

7 Kommentare

  1. creativesideburner2 replied:

    Virales Marketing? Das ist doch wirklich nix besonderes mehr, das macht doch jedes kloane Handwerkerle:

    Aber es gibt da wirklich interessante Dinge neben Kleefeld auch das „Batman Begins“ Sequel „The Dark Knight“. Kampagne gibt es hier Zusammengefasst:
    http://batman.wikibruce.com/Timeline

    Man kann nur hoffen, dass der Tod von Heath Ledger alias der Joker kein Marketing“gag“ ist. Ich meine, man stelle sich das vor: große Premiere, viel Prominenz, alle leicht bedrückt wegen Ledgers Tod und plötzlich steht er vorne in voller Joker-Montur und fragt: „Why so serious?“. Brillant… und widerlich. Wird also wohl nicht passieren.

  2. creativesideburner2 replied:

    Hier ist noch ein schöner Link zum „Godfather of Viral Marketing in the Movie Industry“: The Blair Witch Project

    http://www.vm-people.de/de/vmknowledge/casestudies/casestudies_detail.php?id=6

  3. creativesideburner1 replied:

    Oh ja, was haben die damals nicht alles angestellt. Das war auch mein erster bewusster Kontakt mit dieser Marketingform. Jetzt braucht man bestimmte Menschen nur auf BlairWitchProject anzusprechen und die kriegen ne Gänsehaut. Irgendwer musste nach dem Film auch noch alleine durch den Wald fahren (inklusive Friedhofsnähe?). Aber das warst nicht Du, CS2, oder doch? Kann gut sein. Hab das von mehreren schon gehört. Leben wohl alle auf dem Land😉

  4. creativesideburner1 replied:

    Hast Du den jetzt eigentlich im Kino gesehen?
    Kommt die Chose vielleicht bald auf DeeWiiDee?
    Was machen wir sonst mit diesem angebrochenem Leben?
    Fragen über Fragen und gleich ist das Bier alle.

  5. creativesideburner1 replied:

    Noch ein Beispiel: http://i-love-cash.de

  6. creativesideburner2 replied:

    Hehe:

  7. creativesideburner1 replied:

    War also nur besonderes Marketing, aber kein besonderer Film. Schönes Review im Post über mir. Zusammenfassung: Der Film war ok. Halt ein Monsterfilm. Wackelige Kameras.

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